Natur auf Kaninchenwerder

Dass 52,9 ha große Naturschutzgebiet „Kaninchenwerden und Großer Stein“, eines der ältesten Naturschutzgebiete in Mecklenburg – Vorpommern (1935), schützt vielfältige z.T. durch Nutzung entstandene Relief- und Vegetationsformen sowie die geologische Besonderheite der Insel Kaninchenchenwerder (33 ha). Mit der Entwicklung zu einem Naturerfahrungsraum soll ein konfliktarmes Nebeneinander von Naturschutz und Erholung ermöglicht werden.

„Kanynekenwerder“ wird erstmal 1407 urkundlich erwähnt. Für eine von 1571 bis 1831 auf der Insel produzierende Ziegelei wurden große Mengen Brennholz geschlagen. Am Ende war die Insel fast völlig entwaldet und umgewühlt. Eine großflächige Weidehaltung ließ die bizarr geformten „Hudebäume“ entstehen. 
Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gestaltete der Hofgärtner Theodor Klett die Insel zu einem Landschaftspark mit vielen fremdländischen Gehölzarten um. 1874 wurde eine Schankwirtschaft eröffnet. Die Errichtung des Aussichtsturms folgte 1895. Nach Aufnahme des Fährverkehrs 1902 wurde die Insel ein beliebtes Erholungsziel, dessen Bedeutung bis heute anhält.

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